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Fledermaustollwut im Südwesten nachgewiesen - Geringe Gefahr

Stuttgart (dpa/lsw)

 

Erstmals ist im Südwesten das Virus der europäischen Fledermaustollwut festgestellt worden. Das Friedrich-Löffler-Institut habe den seltenen Erreger bei einer im Kreis Biberach gefundenen Wasserfledermaus festgestellt, berichtete das Agrarministerium am Dienstag in Stuttgart.

Da es sich um eine vom Tier auf den Menschen übertragbare Krankheit handele, sollten sich Menschen, die Umgang mit Fledermäusen haben, vorbeu-

gend impfen lassen. Nach einem Biss oder direktem Kontakt sei eine nachträgliche Tollwutimpfung erforderlich. Bei direktem Kontakt sei eine Übertragung durch kleinste Verletzungen möglich.

«Kranke oder verletzte Fledermäuse sollten daher nicht angefasst werden, da Bisse unbemerkt bleiben können», sagte ein Sprecher des Ministeriums.

Bislang sei die Fledermaustollwut insbesondere in Norddeutschland festgestellt worden. Weil die Erkrankung so selten sei, seien die Erkenntnisse «noch nicht umfassend», betonte der Sprecher.