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weiterweg - Ein Walderlebnispfad der besonderen Art



Gschwend - Rotenhar

 

Die Graf-Pückler-Stiftung baut im eigenen Wald für rund 70.000 EUR den weiterweg, eine Mischung aus Kunstpfad und Besinnungsweg.

Der Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald förderte diesen Walderlebnispfad mit 28.000 EUR. Offizielle Einweihung mit Gottesdienst im Freien am 20. April 2008.

 

Homepage weiterweg 

Flyer zum Download

 

externer Link folgtZum WeiterWeg mit WanderWalter

 

Im Limpurger Land ist mit dem weiterweg beim Gschwender Ortsteil Rotenhar ein einzigartiger Walderlebnispfad entstanden.

Der weiterweg ist eine Mischung aus Kunstpfad und Besinnungsweg. Die Graf von Pückler und Limpurg’sche Wohltätigkeitsstiftung hat ihn im eigenen Wald gebaut.

Die künstlerische Konzeption und die Gestaltung der Stationen erfolgten durch Martin Burchard aus Tübingen.

An 10 Stationen sollen Spaziergänger inspiriert werden, über zentrale Fragen des Lebens nachzudenken. Die Besucher treffen beim Rundgang auf große überdimensionale Kunstinstallationen.

 

Alle Stationen sind sehr gut in das mehrmals wechselnde reizvolle Landschaftsbild des Pücklerschen Stiftungsforstes eingefügt. Sie werden durch Texttafeln mit Erklärungen ergänzt die sowohl einen christilichen, als auch einen weltlichen Ansatz bieten.

 

Die Intention der Stiftung

Matthias Rebel, geschäftsführender Vorstand der Pückler-Stiftung: 

„Mit diesem Projekt wollen wir einen wichtigen Teil unseres Stiftungszweckes nach außen sichtbar werden lassen. Einer der vom Stifterehepaar festgelegten Zwecke unserer Stiftung ist die Unterstützung der evangelisch-kirchlichen Arbeit in Baden-Württemberg. Graf Gottfried von Pückler und Limpurg und seiner Ehefrau Adele war innerhalb dieser Arbeit die christliche Mission ein sehr wichtiges Anliegen.

 

Der Begriff „christliche Mission" führt heute immer wieder zu Missverständnissen. Viele bringen damit ein penetrantes Überstülpen von christlichen Glaubenssätzen und Glaubensüberzeugungen in Verbindung, welches schlimmstenfalls unter Anwendung von Zwang geschieht. Diese Art von Mission lehnen wir ab.

 

Christliches, missionarisches Handeln soll vielmehr vom Vorbild Jesu Christi geprägt sein, von seiner Art, mit anderen Menschen umzugehen.

 

Entgegenkommend, einladend, helfend und dann oft mit befreiender, heilender Wirkung. Die eigene Sicht der Dinge offen legend, dies jedoch immer mit bedingungsloser Liebe, mit Respekt und Achtung vor der Würde eines jeden Menschen, egal wo er herkommt, egal ob er die eigenen Überzeugungen teilt oder nicht.

 

Der weiterweg bringt meiner Ansicht nach dieses Anliegen der Stiftung in idealer Weise zum Ausdruck, indem er an seinen Stationen zwar eindeutig eine christliche Sicht von Lebensinhalten offenbart, diese aber niemandem aufdrängen möchte.

 

Durch die Kombination von Natur, Kunstwerk und unterschiedlich gearteten, separat aufgestellten Texten besteht immer genügend Raum für eigene Interpretationen und Sichtweisen."

 

Martin Burchard, frei schaffender Künstler aus Tübingen:

„Mit dem weiterweg ist ein großer Meditations- und Andachtsraum unter freiem Himmel entstanden. Die christlichen Impulse auf den Texttafeln sind für Nicht-Christen als Information über die christliche Religion gedacht.

 

Ich selbst hatte bis zu meinem 36. Lebensjahr mit dem Glauben nichts zu tun und ich verstehe die Menschen, die der Kirche distanziert gegenüber stehen. Doch die christliche Religion und Spiritualität haben viel mehr zu bieten als ihr vielfach schlechter Ruf.

 

Das Grundanliegen aller meiner Arbeiten besteht darin, dass ich willentlich zum Wohlbefinden der Menschen beitragen will. Meine Arbeit verstehe ich nicht als Kunst sondern als Visualisierung, d.h. es geht mir darum, ganz gewisse Aussagen zu transportieren. Mehr noch: Es geht mir darum, dass möglichst viele Menschen aus allen Bildungsschichten diese Aussagen verstehen können und dies nicht einer kleinen Elite vorbehalten bleibt, wie beim üblichen Kunstbetrieb. Man könnte sagen, dass es sich bei meinen Arbeiten um „lebensdienliche Volkskunst" handelt."

 

Informationen zur Wegführung

Der Weg ist als Rundweg angelegt und hat eine Länge von ca. 5km.

Die erste Hälfte des Weges führt nach der Installation „Durchblick I" größtenteils auf einem kleinen Trampelpfad mitten durch ein zerklüftetes, dicht bewaldetes Gelände, vorbei am Tal der Stille, welches mit seinen Bächlein und Tümpeln zum längeren Verweilen einlädt, bis zum „Großen Tisch".

Am „Großen Tisch" besteht die Möglichkeit zur Rast, hier kann das mitgebrachte Vesper genossen werden. Grillmöglichkeiten gibt es auf dem gesamten Weg nicht. Offenes Feuer ist verboten.

Nach der Erfahrung mit der Station „Enger und Weiter Weg" begibt man sich auf den gut ausgebauten Rückweg. Dieser führt zunächst bergab zum Teich, macht eine Kurve und steigt danach wieder an. Am Ende des Anstiegs führt ein schmaler Naturpfad durch eine „Lothar-Sturmfläche" hin zu den Stationen „Ring der Trauer" und „Himmelsleiter".

Auf einem breiten Fahr- und Fußweg wird man dann zum Platz mit den zehn Geboten geführt. Der Weg führt anschließend zurück zum Ausgangspunkt. Kurz vor Ende der Tour kommt man noch an der Installation „Durchblick II" vorbei.

Die zweite Hälfte des Weges kann auch separat begangen werden, ist gut ausgebaut und für Familien mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer mit Begleitung geeignet. Alle Stationen können auch über die zweite Hälfte des Weges erreicht werden.

 

Das Prinzip der Stationen

Die Stationen auf dem weiterweg bestehen in der Regel aus der Kunstinstallation und zwei Texttafeln. Auf der einen Tafel sind kurze Texte mit Lebensweisheiten zu lesen, auf der anderen solche mit einer christlichen Botschaft.

 

Zu Themen wie Stille, Gemeinschaft, Lebensstil, Trauer, Leid, Hoffnung, Freude und verbindliche Werte werden sowohl allgemeine als auch auf Bibeltexten basierende Impulse gegeben. Sie sollen eine Hilfe sein, den Alltagsstress hinter sich zu lassen und auf gute Gedanken zu kommen. Dazu folgende Anregung: „Laufe nicht vor den wichtigen Fragen des Lebens weg. Entdecke Antworten, die es schon lange gibt, die jedoch in unserer Zeit verschüttet sind und neu bedacht werden sollten."

 

Man kann auch "nur" die Kunstinstallation als Land-Art-Projekt ohne Texte wahrnehmen und sich seine eigenen Gedanken machen. Jeder kann auf diesem Weg auf die eine oder andere Art für sich und sein Leben etwas finden.

 

Die Bauphase

Der WeiterWeg mit allen Stationen wurde hauptsächlich in den Monaten Juni bis September 2007 ausschließlich mit den eigenen Mitarbeitern des Forstbetriebes gebaut.

 

Beteiligt waren mit Manfred Rehm und Helmut Hähnle zwei Revierförster, mit Reinhard Steuer ein Forstwirtschaftsmeister und mit Tobias Nübel, Bastian Hähnle, Wilhelm Weber, Benjamin Schuster und Albert Marinelli fünf Waldarbeiter.

 

Nach einer anfänglichen Eingewöhnungsphase mit mehreren Beteiligten konnten meistens zwei oder drei Personen an einer Station arbeiten. Für die Gestaltung der Plätze und Wege sowie für die Befestigung der Installationen im Erdreich holte sich der Betrieb mit Herrn Christof Rösler die Beratung eines kompetenten und erfahrenen Fachmannes für Garten- und Landschaftsbau ein.

 

Die Waldarbeiter bewiesen mit diesem Projekt ihre Vielseitigkeit und erweiterten sowohl ihren gedanklichen Horizont als auch ihr praktisches Können im Umgang mit neuen Geräten und bisher unbekannten Arbeitsmitteln.

 

Die „forstfreundliche" Witterung des Sommers 2007 (oft feucht und kalt) brachte es mit sich, dass die Mitarbeiter an der Sache dran bleiben konnten und nicht durch massive Käferholzeinsätze am Arbeitsablauf gehindert wurden.

Die Installationen sind außer den „Zehn Geboten" alle mit Baumstämmen und Holz aus dem eigenen Wald hergestellt. Vertreten sind die Baumarten Fichte, Tanne, Lärche und Douglasie.

 

 

Graf von Pückler und Limpurg'sche Wohltätigkeitsstiftung

Graf-Pückler-Straße 19 * 74405 Gaildorf

Telefon 07971-9533-0 * Fax 07971-9533-20

matthias.rebel@graf-pueckler.de

www.graf-pueckler.de




Himmelsleiter WeiterWeg